Ist das Ruhrgebiet als Stadtlandschaft durch die Montanindustrie entstanden, so gilt dies für Oberhausen in geradezu idealtypischer Weise. Nach dem Bau der Eisenbahn und der Entdeckung von Kohlenvorkommen entstand in kurzer Zeit eine neue Stadt in einer bis dahin kaum besiedelten Gegend. Gleichzeitig ist die Entwicklung Oberhausens eng verbunden mit einem einzigen Unternehmen, der Gutehoffnungshütte (GHH).
Am Anfang dieser Geschichte steht die St.-Antony-Hütte, die erste Eisenhütte im Ruhrgebiet und eines der drei Stammwerke der späteren GHH. Dagegen ruft die Essener Straße die Zeit der Großindustrie in Erinnerung, als der Bergbau und die Eisen- und Stahlindustrie Stadtbild, Landschaft und Alltag prägten. Noch heute bestimmen die Siedlungen der GHH weite Teile des Oberhausener Stadtbildes. Die Siedlung Eisenheim ist die älteste erhaltene Arbeitersiedlung im Ruhrgebiet. An den Beispielen von Hauptbahnhof und Rathaus wird deutlich, wie es in den 1920er Jahren gelang, der zunächst spontan entstandenen Großstadt repräsentative Züge zu verleihen.
Die Themenroute bietet die Möglichkeit, der Industriegeschichte Oberhausens von den Anfängen bis zur Gegenwart nachzuspüren.
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