Im Verlauf seiner Entwicklung zog das Land zwischen Ruhr und Lippe über Jahrzehnte hinweg Tausende von Arbeitskräften von nah und fern an. Um Arbeitskräfte anzuwerben und einen festen, sesshaften Belegschaftsstamm heranzubilden, legten Zechen und Industrieunternehmen "Kolonien" an.
Ein geradliniges, später geschwungenes Straßennetz, einzeln stehende Häuser für zwei oder mehr Familien, getrennt zugängliche Wohnungen, der Garten hinter dem Haus - oft mit Stall für eine Ziege, die "Bergmannskuh" - so etwa sah die gängige Arbeitersiedlung aus. Oft sorgfältig saniert haben viele Siedlungen ihre unverwechselbare Identität bewahren können.
Die Arbeitersiedlungen des Ruhrgebiets üben seit jeher eine starke Anziehungskraft aus. Eine Tour auf der Siedlungsroute durchs Revier ist nicht nur eine Reise in die Vergangenheit, sondern führt den Besucher auch in eine ganz lebendige Gegenwart.
Eine Übersicht aller Themenrouten finden Sie unter:
www.route-industriekultur.de/themenrouten/routen.html
